Aktivkohlefilter
Kohlefilter sind in der Wasseraufbereitung weit verbreitet - im Haushalt wie in der Industrie. Sie entfernen Chlor und seine Derivate, organische Verbindungen und Schwermetalle aus dem Wasser.
Warum Aktivkohle?
Aktivkohle wird aus Holz und organischen Reststoffen gewonnen und ist damit einfach und nachhaltig verfügbar. Ihre wichtigste Eigenschaft ist die enorme Oberfläche pro Masse: Schon 250 g Aktivkohle bringen eine Filterfläche von rund 50 m² mit - eine durchschnittliche Filterkartusche enthält 500 g. Deshalb ist Aktivkohle das Adsorptionsmittel der Wahl für tausende verschiedener Schadstoffe.
Für den Hausgebrauch gilt: Die Kartusche nach etwa einem Jahr einfach gegen eine neue tauschen - eine Regeneration lohnt sich bei Haushaltsfiltern nicht.
Arten von Aktivkohle

Komprimierte Kohle (Kohleblock) - eine verdichtete Form mit geringer Staubentwicklung. Der Block kann zugleich als Vorfilter dienen und mechanische Verunreinigungen zurückhalten - Ablagerungen auf dem Block verringern allerdings mit der Zeit die Filterleistung.
Granulierte Kohle (GAC) - die am häufigsten eingesetzte Form in Filterkartuschen. Granulat bindet Chlor besonders effektiv, verbessert Geschmack und Geruch des Wassers und ist unempfindlicher gegen Verstopfung als gepresste Kohle.
Kokosnusskohle - die hochwertigste Variante, erhältlich als Block oder Granulat. Aus Kokosnussschalen gewonnen, bietet sie die höchste Adsorptionskapazität.
Aktivkohle kann mehr als Chlor
Aktivkohle entfernt auch flüchtige organische Verbindungen, Pestizide, Herbizide, Benzol, Trihalogenmethane, Radon und Lösungsmittel aus dem Wasser. Kohleblöcke halten zusätzlich mechanische Verunreinigungen wie Sand, Rost und Sediment bis 0,5 Mikrometer zurück.
Am besten arbeitet ein Kohlefilter mit einer vorgeschalteten mechanischen Filterstufe - so bleibt die poröse Oberfläche der Kohle frei für die eigentliche Adsorption. In unseren Umkehrosmose-Anlagen ist Aktivkohle als Filterstufe fest eingeplant; passende Kartuschen finden Sie in unserem Onlineshop .