Umkehrosmose

Die osmotische Filtration ist die gründlichste Methode zur Reinigung von Wasser im Haushalt. Durch Umkehrosmose werden feinste Verunreinigungen und sogar Bakterien und Viren aus dem Wasser entfernt. Die kompakten Anlagen werden in der Regel unter der Küchenspüle installiert.

Umkehrosmose-Anlage unter der Spüle

Osmosefilter sind seit über 20 Jahren auf dem Verbrauchermarkt erhältlich - davor wurde die Technik vor allem militärisch zur Trinkwassergewinnung eingesetzt. Moderne Anlagen sind kompakt, arbeiten effizient und leiten deutlich weniger Restwasser in die Kanalisation ab als frühere Generationen.

Die Umkehrosmose-Membran

Herzstück jeder Anlage ist die osmotische Membran: ein System dünnster Filtermembranen, das Partikel bis zu einer Größe von 0,0005 Mikrometern zurückhält. Zum Vergleich: Ein herkömmlicher mechanischer Filter schafft bestenfalls 1 Mikrometer und hält damit nur Sediment, Schwebstoffe und Pollen zurück.

Die Membran lässt praktisch nur reine Wassermoleküle durch - selbst einzelne Ionen, Bakterien und Viren bleiben zurück. Als Antrieb genügt in den meisten Haushalten der normale Leitungsdruck; bei Bedarf lässt sich die Kapazität mit einer separaten Pumpe erhöhen. Da die Membran empfindlich auf Chlor reagiert, wird ihr immer ein Aktivkohlefilter vorgeschaltet.

Mit oder ohne Wasserspeicher

Viele Anlagen sind mit einem Speichertank ausgestattet: Ein Luftpolster im Tank sorgt dafür, dass das gefilterte Wasser mit gutem Druck aus dem Auslauf fließt. Hochwertigere Durchfluss-Systeme kommen ohne Speicher aus und filtern direkt bei der Entnahme.

Ist Osmose-Wasser „leeres" Wasser?

Ein häufiger Einwand lautet, Umkehrosmose entziehe dem Wasser wertvolle Mineralien. Richtig ist: Die Membran hält auch Mineralstoffe zurück. Den weit überwiegenden Teil seines Mineralbedarfs deckt der Mensch jedoch über die Nahrung, nicht über das Trinkwasser. Osmose-Wasser wird übrigens auch in der Lebensmittelproduktion eingesetzt - Weinkellereien weltweit nutzen Osmosefilter, um unerwünschte Stoffe wie Essigsäure aus dem Endprodukt zu entfernen.

Was kostet der Betrieb?

Das bei der Filtration anfallende Restwasser kostet bei aktuellen Wasserpreisen nur wenige Cent pro Monat - moderne Anlagen halten das Verhältnis bei etwa 1 Liter Reinwasser zu 4 Litern Restwasser, mit Rückschlagventil noch weniger. Wer möchte, nutzt das Restwasser für die Toilettenspülung oder den Garten.

Zur Wartung gehört der regelmäßige Tausch der Vorfilter-Kartuschen (ca. 50 € pro Jahr); die Membran selbst hält etwa 5 Jahre, die Anlage insgesamt bis zu 15 Jahre. Zum Vergleich: Ein Tischkannenfilter kostet bei konsequentem Kartuschenwechsel schnell 180 € im Jahr - und filtert dabei deutlich gröber.

Die Umkehrosmose ist eine Investition, die sich durch konstant sauberes Trinkwasser und niedrige Betriebskosten bezahlt macht. Welche Anlage zu Ihrem Haushalt passt, klären wir gerne in einer kostenlosen Beratung.

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